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Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 28

A 1 Benedikt gründet ein Kloster
Papst Gregor schrieb in (seinem Werk mit dem Titel) Das Leben des Heiligen Benedikt, dass Benedikt sich, ob schon er aus adeliger und reicher Familie (entsprungen war) stammte, mit zwanzig Jahren nach der Gewohnheit der Menschen (??) in die Einsamkeit zurückgezogen habe, um Christus (nach) zu folgen; danach (seien dem Benedikt gefolgt) hätten auch andere junge Männer das Beispiel Benedikts nachgeahmt. Als diese (aus ihm) ihn fragten, Wie sie selbst (ihr Leben dem Gott gefalliger) ein gottgefälligeres Leben führen könnten, sagten sie: „Sag uns, Bruder, (welcher Art des Lebens wir folgen müssen) Was für einer Lebensform Wir Wählen sollen; denn Wir Wissen nicht, nach Welchem Gesetz Wir leben sollen, um Gottes Gnade und ewiges Leben zu erlangen/erreichen. (Mit dir als Führer) Unter deiner Führung /Wenn du uns führst, Werden Wir bereit sein, alles auszuprobieren/als Erfahrung hinzunehmen.“ Da (ermunterte sie) forderte sie Benedikt auf, ein Kloster zu gründen und sagte: „Wenn Wir ein Kloster gründen CFutur II), Brüder, Werden Wir (ein gemeinsames Leben führen) alle miteinander leben, um (durch taglich Beten) im täglichen Gebet Gott zu loben und in täglicher Arbeit Gott zu dienen. Ich Will mit euch (aufbrechen) diesen Weg gehen, Wenn ihr die Regel, die ich den Brüdern geben Werde, billigt/akzeptiert (Futur ID) Und tatsächlich gründete Benedikt ein Kloster auf dem Monte Cassino und legte (jene) die Regel fest, der die Mönche des Benediktinerordens mehr als tausend Jahre (lang) (bis zu diesenn) bis zum heutigen Tag folgen (Perfekt).

A 2 Aus der Regel des hl. Benedikt
„Trägheit/Nichtstun ist (eine Feindin) schädlich für die Seele. Daher (legen wir die Zeiten in dieser Rechnung fest) schlagen Wir folgenden Tagesablauf vor: Im Sommer sollen die Brüder vom Sonnenaufgang bis knapp zur vierten Stunde arbeiten. Von der vierten Stunde aber bis fast zur sechsten Stunde sollen sie frei sein für (göttliche Lesung) die Lektüre biblischer Texte. Nach der sechsten (Stunde) aber sollen sie, vom Tische aufstehend, in ihren Betten (nnit ganzer Stille) gänzlich in Stille sich erholen. Von der neunten bis zum Abend sollen sie Weiterhin (arbeiten) erledigen, Was (gemacht werden muss) anfällt.
Im Winter aber sollen sie für die Lesung oder für Psalmen bis zur dritten Stunde frei
sein; dann sollen sie bis zum Abend arbeiten. Vor allem soll(en) einer oder zwei Brüder
vom Prior bestimmt Werden, die zu den Lese(stunden)zeiten im Kloster herumgehen und
(dafür) schauen sollen, dass nicht zufällig (solche) gefunden Werden, die (unbeschaftigt sind) die Zeit vertrödeln mit Nichtstun oder Geschichten und nicht nur für sich selber unnütz sind, sondern auch andere ablenken.

B 3 Was Benedikt schrieb:
Benedikt schrieb in seiner Mönchsregel, die Brüder seien dann Wirklich Mönche, Wenn sie von der Arbeit ihrer Hände leben (könnten), Wie (es) die heiligen Apostel getan hätten. In derselben Regel schrieb er, im übrigen sollten die Mönche ihren Eifer auf die das Lesen der Bibel konzentrieren; Wenn jemand gefunden (worden sei) Werde, der zu den Lektürestunden in Nichtstun (frei war) seine Zeit vergeudete, (so) sollte er zuerst von den Brüdern ermahnt, dann, Wenn er nochmals gegen die Regel verstosse (lat. vorzeitig), vom Prior bestraft Werden.Regel fest, der die Mönche des Benediktinerordens mehr als tausend Jahre (lang) (bis zu diesenn) bis zum heutigen Tag folgen (Perfekt).

A 2 Aus der Regel des hl. Benedikt
„Trägheit/Nichtstun ist (eine Feindin) schädlich für die Seele. Daher (legen wir die Zeiten in dieser Rechnung fest) schlagen Wir folgenden Tagesablauf vor: Im Sommer sollen die Brüder vom Sonnenaufgang bis knapp zur vierten Stunde arbeiten. Von der vierten Stunde aber bis fast zur sechsten Stunde sollen sie frei sein für (göttliche Lesung) die Lektüre biblischer Texte. Nach der sechsten (Stunde) aber sollen sie, vom Tische aufstehend, in ihren Betten (nnit ganzer Stille) gänzlich in Stille sich erholen. Von der neunten bis zum Abend sollen sie Weiterhin (arbeiten) erledigen, Was (gemacht werden muss) anfällt. Im Winter aber sollen sie für die Lesung oder für Psalmen bis zur dritten Stunde frei
sein; dann sollen sie bis zum Abend arbeiten. Vor allem soll(en) einer oder zwei Brüder
vom Prior bestimmt Werden, die zu den Lese(stunden)zeiten im Kloster herumgehen und (dafür) schauen sollen, dass nicht zufällig (solche) gefunden Werden, die (unbeschaftigt sind) die Zeit vertrödeln mit Nichtstun oder Geschichten und nicht nur für sich selber unnütz sind, sondern auch andere ablenken.


B 3 Was Benedikt schrieb:
Benedikt schrieb in seiner Mönchsregel, die Brüder seien dann Wirklich Mönche, Wenn
sie von der Arbeit ihrer Hände leben (könnten), Wie (es) die heiligen Apostel getan
hätten. In derselben Regel schrieb er, im übrigen sollten die Mönche ihren Eifer auf die
das Lesen der Bibel konzentrieren; Wenn jemand gefunden (worden sei) Werde, der zu den
Lektürestunden in Nichtstun (frei war) seine Zeit vergeudete, (so) sollte er zuerst von den Brüdern ermahnt, dann, Wenn er nochmals gegen die Regel verstosse (lat. vorzeitig), vom Prior bestraft Werden.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 27

A 1 Wie sind Waffen und Krieg in die Welt gekommen?
Wer war es, der als erster schreckliche Schwerter hervorbrachte/zückte? Wie wild und wie wahrhaft (aus Eisen) stahlhart war jener! Da (entstand) begann für das Menschengeschlecht das Morden, da begannen Schlachten, Da (wurde für schrecklichen Tod ein kurzer Weg aufgetan) war der Weg zu einem schrecklichen Tod kurz. Indem der Dichter Tibull das Los des Menschengeschlechtes so bedauert, scheint er über das eiserne Zeitalter zu sprechen. Denn wie wir bei den alten Dichtern lesen, lebten in Urzeiten die Menschen, die im goldenen Zeitalter lebten (l), sicherer und waren glücklicher als diejenigen, die (ihr Leben) in den folgenden Jahrhunderten lebten. Denn da sie das Eisen nicht kannten, brauchten sie keine(rlei) Waffen. Doch (vertrauend) im Vertrauen auf (Frieden) Friedfertigkeit und Wohlwollen aller, verehrten sie ohne Gesetze (und) vollkommen (heilig) rein das Vertrauen und (das Richtige) den Anstand. Später aber fiel/geriet das menschliche Geschlecht mehr und mehr von einem besseren in einen schlimmeren Zustand, bis es (schliesslich) im eisernen und letzten Zeitalter (ganz schlecht und traurig) gänzlich trostlos lebte. Da wagten (es) die Sterblichen zum ersten Mal, eiserne Waffen (herzustellen) zu schmieden. Da sie Weder die Götter noch die Menschen verehrten, geschah es, dass sie von äusserst heftiger Gier nach Gold (zu grausamen Kriegen getrieben Wurden) grausame Kriege zu führen begannen. (Der Antrieb zu rauben) Die Habgier War viel grösser als die Liebe und das Vertrauen unter den Menschen.

A 2 Ein Urteil über den röınischeıı Imperialismus
Die Römer, die (Räuber der Welt) die Welt an sich reissen, vertrauen, (nachdem den alles Zerstörenden die Länder fehlten) nachdem ihnen, die alles zunichte machten, keine Länder mehr (zum Vernichten) blieben, auf die Waffen und fahren übers Meer. Wenn der Feind reich ist, fallen sie umso gieriger ein, (wenn) ist er aber arm, (dann) treibt (sie) die Gier
nach Ruhm an. (Nicht genug haben sie) Es genügt ihnen nicht, dass sie den Orient (dass sie) und auch den Okzident dem Erdboden gleichgemacht haben. (Sie allein streben mit gleicher Gier den Reichtum von allen und auch die Armut an.) Es ist ihnen einerlei, ob die eroberten Gebiete reich oder arm sind. Das Stehlen, Töten und Entführen nennen sie (mit falschen Namen) euphemistisch Macht/Herrschaft, und Wo sie (Einöde schaffen/hinterlassen) alles vernichten, Was lebt, nennen sie das Frieden.


L28
A I Benedikt gründet eiıı Kloster
Papst Gregor schrieb in (seinem Werk mit dem Titel) Das Leben des Heiligen Benedikt, dass
Benedikt sich, ob schon er aus adeliger und reicher Familie (entsprungen war) stammte, mit
zwanzig Jahren nach der Gewohnheit der Menschen (??) in die Einsamkeit
zurückgezogen habe, um Christus (nach) zu folgen; danach (seien dem Benedikt gefolgt)
hätten auch andere junge Männer das Beispiel Benedikts nachgeahmt.
Als diese (aus ihm) ihn fragten, Wie sie selbst (ihr Leben dem Gott gefalliger) ein gottgefälligeres
Leben führen könnten, sagten sie: „Sag uns, Bruder, (welcher Art des Lebens wir folgen müssen)
Was für einer Lebensform Wir Wählen sollen; denn Wir Wissen nicht, nach Welchem Gesetz
Wir leben sollen, um Gottes Gnade und ewiges Leben zu erlangen/erreichen. (Mit dir als
Führer) Unter deiner Führung /Wenn du uns führst, Werden Wir bereit sein, alles
auszuprobieren/als Erfahrung hinzunehmen.“
Da (ermunterte sie) forderte sie Benedikt auf, ein Kloster zu gründen und sagte: „Wenn Wir
ein Kloster gründen CFutur II), Brüder, Werden Wir (ein gemeinsames Leben führen) alle
miteinander leben, um (durch taglich Beten) im täglichen Gebet Gott zu loben und in
täglicher Arbeit Gott zu dienen. Ich Will mit euch (aufbrechen) diesen Weg gehen, Wenn
ihr die Regel, die ich den Brüdern geben Werde, billigt/akzeptiert (Futur ID.“ Und
tatsächlich gründete Benedikt ein Kloster auf dem Monte Cassino und legte (jene) die

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 26

A 1 Arme Leute schlafen schlecht in Rom
Schon in alten Zeiten beklagten sich die Römer (vieles) vielfach über Missstände, die diejenigen aushalten mussten, die sich in der Stadt Rom aufhielten und (die), wenn sie arm waren, gezwungen wurden, in Mietskasernen (ihr Leben zu führen) ihr Dasein zu fristen.
(Welchen / was für einen Schlaf erlauben Mietwohnungen?“) „Ist es überhaupt möglich, in einer Mietwohnung ein Auge zuzutun?“, (so) beklagte sich der Dichter Juvenal in (seiner) Satirensammlung, und: „(Nur) Mit viel Geld/Macht lässt es sich in Rom schlafen. Daher (nenne ich Rom statt mput mundi: Welthauptstadt > mput morbi) Krankheitshauptstadt. Den Schlaf raubten den Bewohnern nicht nur (die Durchfahrt) die grosse Anzahl der Wagen, die nachts durch die engen Strassen (gingen) fuhren, sondern auch Schafherden, die von schreienden Sklaven durch die Gassen getrieben wurden. Dieser Lärm, wie der Dichter anfügt, hätte sogar dem Drusus und den Seekälbern den Schlaf geraubt.

A 2 Rom brennt!
(Ausser) Neben diesen Belästigungen raubten (noch) andere Gefahren den Einwohnern den Schlaf. An die Feuersbrünste, die in Rom oft vorkamen, (scheint) erinnert der Dichter mit (diesen) den folgenden Versen: „Man muss dort leben, wo keine Brände, keine Ängste in der Nacht (sind).“ Bekannt ist jener Brand, der zur Zeit des Kaisers Nero der Stadt beinahe (zum Verderben war) zum Verhängnis wurde. Er war in demjenigen Stadtteil entstanden/ausgebrochen, der, da er voller Schenken war, den Flammen genug Stoff (hingab) lieferte. Denn als das Feuer sich verbreitete, lagen keine durch Brandmauern geschützte Häuser oder von Steinmauern Lungebene Tempel dazwischen. Ob schon sofort, als die Feuerwächter (das Feuer ausriefen) Alarm schlugen, (Leute) geschickt wurden, (die Wasser bringen sollten) um Wasser zu bringen, breitete sich der Brand mit so grosser Geschwindigkeit aus, dass (er alle Hilfsmittel überragte) jegliche Hilfe zu spät kam. Denen, die zu helfen versuchten, waren die engen, (hierhin und dorthin gebogenen Wege) auf alle Seiten verzweigten Gassen und die Grösse der Wohnblöcke (zum Hindernis) hinderlich. Es gab auch (solche), die in diesem Tumult Häuser plünderten. - Am sechsten Tag endlich (wurde) (dem Brand eine Ende gemacht) der Brand gestoppt, nachdem viele Gebäude abgerissen worden waren, so dass (der Gewalt des Feuers leere Felder und ein fast leerer Himmel entgegenkamen) das Feuer auf leere Flächen und fast leeren Raum traf.

B 1 War Nero ein Brandstifter? Juvenal zieht Konsequenzen
Das Feuer, das sich über fast die ganze Stadt ausgebreitet hatte, wurde schliesslich am sechsten Tag (überwunden) gelöscht. Nachdem der Brand (entstanden) entfacht war, (waren im Wege) beeinträchtigten die engen Gassen die (Helfenden) Helfer und (diejenigen) die Wasser brachten, sehr. Da die Stadt zu einem grossen Teil von dem Brand zerstört worden war, gab es CLeute), die sagten, Nero selber habe dies befohlen/veranlasst, (um den Ruhm der Gründung einer neuen Stadt zu suchen) um sich durch den Aufbau einer neuen Stadt Ruhm zu verschaffen. Doch schon Kaiser Augustus hatte in Rom Feuerwehrleute aufgestellt, die aufpassen und Brände, die in irgendeinem Stadtteil entstanden, (vernichten) löschen sollten. Obwohl sich der Dichter Juvenal lange in Rom aufhielt und viele Missstände erduldete, hoffte er dennoch, eines Tages den Gefahren und Belästigungen in Rom zu entfliehen und auf dem Land zu leben.

C* Der Reiche im Strassenverkehr
Wenn die Pflicht ruft, lässt sich der Reiche tragen (Futur), wobei die Menge (weicht) ihm den Vortritt lässt, und er eilt/schwebt (Futur) in einer riesigen (geschlossenen) Sänfte (oberhalb der Gesichter) über die Köpfe (der Umstehenden) hinweg und nebenbei liest oder schreibt er oder er schläft (ganz bequem) (da) drinnen.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 25

A Erzwungene Musse unter einer Diktatur
Viele Menschen zogen sich, da sie jene (Geistes-) innere Ruhe anstrebten, die von den Philosophen versprochen wurde, von den Geschäften in die Musse zurück. Andere, strenge und ernsthafte Männer, lebten, weil sie (die Sitten) das Verhalten des Volkes oder der Anführer nicht ertragen konnten, (untatig) in Musse auf ihren Ländereien und erfreuten sich (mangels eines Bessern) ihres Besitzes. Obwohl sich unter diesen vornehme Menschen und (höchste) Männer höchsten Ranges befanden (Plqpf.), hielt ich dennoch das Leben derer, die (die ganzen Sorgen) ganzes Engagement in die Staatsführung (zusammentragen) konzentrieren, für nützlicher. (Ich freilich setzte) Was mich betrifft, so setzte ich freilich mein ganzes Engagement in (diese) die Republik, solange sie frei war - dh solange sie von denen verwaltet wurde, denen sie sich selber anvertraut hatte - so dass mir kaum (Musse) Zeit blieb, um zu lesen oder zu schreiben. Als aber alles durch die Herrschaft eines einzelnen (Mannes) gehalten wurde und nirgends Raum war für Beratung oder Respekt, als ich alle (V erbündeten/ Gleichgesinnten des zu rettenden Staates) Freunde die mit mir das Ziel anstrebten, den Staat zu retten, verloren hatte, als schliesslich die Republik (keine war) nicht mehr existierte, (da) habe ich mich selbst in diese Studien der Philosophie vertieft/mit...beschäftigt.
(Nichts tun namlich konnte mein Geist nicht.) Denn nichts zu tun war meinem Geist nicht möglich. Folglich gab ich mich dann denjenigen (Studien) Themen hin, auf die ich als junger Mann viel Zeit aufgewendet hatte, um zu lernen, (um zu) (und zwar )mit dem Zweck, meine Ängste und (Kümmernisse abzulegen) Sorgen loszuwerden. (Von diesen wäre ich bei einem Umsturz der Republik fertiggemacht worden) Diese hätten mich im Falle des Umsturzes der Republik zugrunde gerichtet, hätte ich ihnen nicht Widerstand geleistet. So wurde mir genug Zeit und Musse geschenkt, um endlich (die Dinge) das aufzuschreiben, was den Römern (zu) wenig bekannt (war)111'lCl (doch) (der Kenntnis würdig) wert war, kennenzulernen. Dennoch hätte ich lieber, die Republik wäre in demselben Zustand, in dem sie begonnen hatte, bestehen geblieben und nicht in (einen Mann, der begierig ist, die Dinge umzustürzen) die Hände eines Revolutionärs gefallen!

B 2 Philosophen sind nicht unfehlbar
(2 Druckfehler: Zeile 1 philosophi > philosopho / Zeile 4 aliquos > aliquot)
Seneca lehrte (immer), ein Philosoph (müsse) brauche keinen Reichtum zu erwerben, obschon er selbst den allergrössten (Reichtum) angesammelt hatte. Ebenso war er der Meinung, Ruhm und Ehren (auf dem Forum) im Staatsdienst müsse man nicht anstreben, obwohl er selbst unter Kaiser Nero einige Jahre (lang) das römische Reich verwaltet hatte. Als ihm gewisse (Leute) dies vorwarfen und sagten: („Auf die eine Weise redest du, auf die andere lebst du“) Du predigst Wasser und trinkst Wein“, entgegnete der Philosoph: „Ich rede von der Tugend (dh. dem anzustrebenden moralischen Ideal), nicht von mir, und wenn ich (den Lastern Tadel mache) Laster tadle/anprangere, (so) tadle ich (vor allem meine) in erster Linie meine eigenen.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 24

A Was ist im Leben wünschenswert?
Der Philosoph Seneca, dem vieles, was er im Leben gewünscht hatte, gut (gelang), (vieles) anderes aber (auch) schlecht (ausgegangen war) ausging, schrieb seinem Freund, als sich sein Leben dem Ende näherte, in einem Brief(das Folgende):
Seneca grüsst seinen Lucilius ( Lieber Lucilius) Hören wir auf (dasselbe) zu wollen, was wir (früher) wollten. Ich bemühe mich gewiss, dass ich nicht als alter Mann dieselben (Dinge will, die ich als Knabe wollte) Ziele verfolge, die mir wichtig waren, als ich noch jung war. Denn ich habe immer die Meinung vertreten, dies sei (das Werk) die Aufgabe sowohl eines Philosophen als auch eines (weisen) alten Mannes: den alten Übeln ein Ende zu setzen und vieles von den Dingen nicht (mehr) zu
wollen, die ich als junger Mensch gewünscht hatte. Du willst (es) wissen und fragst: „(\X/elehe guten Dinge) Was ist denn das Gute, das ich wünschen/anstreben muss?“ Ich antworte: Gut zu leben (ist) bedeutet nach seiner Natur zu leben. Daher ist das wahrhaftig gut, was die Natur gibt und (was) die Vernunft gutheisst. Denn das übrige ist nur der Meinung nach gut, wie (zB) Reichtum anzuhäufen, (wie) oder (auf dein Forum) im Staatsdienst eine grosse Rolle zu spielen. Diese Bemühungen sind für viele erstrebenswert; doch einem (richtig und wahrhaftig Urteilenden) Menschen, der richtig und wahrhaftig urteilt, scheinen sie (gennein) wertlos, Quellen nicht von Tugend, sondern von Gemütsverwirrung. Denn immer wird mich (dieser) der eine an Publikumsgunst, (jener) ein anderer an Menge von Klienten bei weitem übertreffen. Ausserdem (ist es ja immer so, dass) derjenige, der viel besitzt, (noch) mehr wünscht. Demjenigen aber, der allzuviel will, (wird geraubt) kommt rasch (die er überlässt sein Glück dem Zufall). (Diene nie der Fortuna) Sei du aber nie ein Sklave der Fortuna! Das ist die schlimmste Sklaverei! Von allen diesen Bemühungen muss (das Gemüt dessen) derjenige Mensch sich befreien, der wahrhaft frei sein will. Dann endlich wird er sein Leben nicht armselig, sondern glückselig leben. (Diesen erwarten) Auf ihn wartet innere Ruhe und, wenn (die Fehler verjagt) das Fehlverhalten korrigiert ist, vollkommene Freiheit. Eine alte Sitte war es, bei einem Brief anzufügen „Wenn du gesund bist, ist es gut.“ Nun sage ich richtigerweise: „Wenn du philosophierst, ist es gut.“ Das (ist) bedeutet schliesslich „gut/gesund/wohl leben“. (Also :) Leb wohl!

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 23

A 1 Kann der Kaiser Wunder tun?
Nach Abschluss des Bürgerkriegs eilte Kaiser Vespasian mit seinem Heer durch Ägypten nach Rom. Als er seinen Weg durch Alexandria nahm, wurde er vom einfachen Volk jener Stadt, das von allen Seiten herbeiströmte, wie ein (Vater des Vaterlandes) Landesvater und sozusagen als der Gewährsmann des (neuen Wohlstandes) wirtschaftlichen Aufschwunges begrüsst/bejubelt. Plötzlich (kam) ein Mann, der (von einem Augenleiden geplagt wurde) an einem Augenleiden litt, aus jener Menschenmenge, (und) wälzte sich ihm zu Füssen, wobei er um ein Heilmittel bat und laut verkündete, er sei im Traum vom Gott Serapis ermuntert worden, den römischen Kaiser zu fragen/bitten. Als (nun) Vespasian fragte: „(Mit welcher Sache) Womit soll ich dir Hilfe verschaffen?“, bat jener, er solle ihm die Augen mit seinem Speichel bestreichen. Der Kaiser lachte zuerst, dann verweigerte er es. Da jener aber darauf beharrte, (befragte Vespasian, bald den Ruf cler Eitelkeit fürchtend, bald von den Stimmen der Zuratenden veranlasst, die Ärzte in dieser Sache) l:Ü_I`Cl'1tete Vespasian, man könnte ihm nachsagen, er sei eitel, dann wieder rieten ihm Leute, das Verlangte zu tun, und so beschloss er, Ärzte in dieser Angelegenheit zu befragen. Als diese ihm aber antworteten, (die Kraft der Augen sei jenenn) seine Sehkraft sei noch nicht zerstört und, wenn eine heilende Kraft angewendet werde, werde sie zurückkommen, glaubte Vespasian, die Götter legten vielleicht Wert darauf. Daher tat (Präs.) er, was verlangt wurde, da er glaubte, (seinem Glück stehe alles offen) in diesem glücklichen Moment sei ihm alles möglich. Und wirklich: (das Licht kehrte (Pras.) dein Blinden zurück) der Blinde konnte wieder sehen.

C Senat und Volk ehren Titus Vespasianus
Der römische Senat und das römische Volk ihrem göttlichen Titus, Sohn des göttlichen Vespasianus, Vespasianus Augustus.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 22

A 1 Die Religion der rönıischen Bauern
In alten Zeiten beteten die Römer vor allem diejenigen Götter an, die die Bauern beim Bestellen der Felder unterstützten. Die Bauern begingen zahlreiche Festtage. Der pater familias (Familienoberhaupt) reinigte die Felder, indem er Opfertiere um den Acker herum führte und die Laren, die Haus- und Ackergottheiten, anrief: „Ich bitte euch, mir, meinem Haus und unserer Familie/ Sippe gnädig zu sein. Aus diesem Grund (befahl ich, dass getrieben werde) liess ich ein Dreitieropfer um meine Felder treiben. Macht, dass das Getreide (Pl.) gut (herauskomrnt) wächst und das Vieh (Pl.) von schlimmer Krankheit und Unglück verschont bleibt.“ Um das Haus zu schützen, wurden die Penaten verehrt. Die Göttin Vesta wurde angebetet, damit im Herd das Feuer nicht (fehle) ausgehe.

A 2 Haben die Götter eiııe Aufgabe iıı der Welt?
Zu allen Zeiten haben Menschen, die sich der Philosophie widmeten, Fragen gestellt (über das Wesen der Götter) zum Thema Götter. Viele meinten, dass die Götter für (alle Dinge sorgten) alles zuständig seien. Gewisse Philosophen der Antike (teilten ihnen die Führung des Lebens der Menschen zu) glaubten sogar, sie seien verantwortlich für die Lebensführung der Menschen. Daher waren sie der Meinung, dass die Menschen die Götter verehren und fürchten müssten. Der Philosoph Epikur aber lehrte (das Folgende): „Die Menschen müssen die Götter nicht fürchten. Niemals strafen sie schlechte Menschen, niemals belohnen sie die guten, weil es (sich gehört) so ist, dass ein Gott weder von Wut noch von Gnade gebunden ist noch von irgendeiner Pflicht, damit (keine Sache seinem Glücklichsein im Wege steht) nichts ihn am Glücklichsein hindert. Denn es steht fest, dass die Götter unter allen immer (in grösstem Wohlbefinden) in vollkommenem Glück leben.“
Andere Philosophen (meinen) dagegen: Wenn Epikurs Grundsatz wahr ist, (welche Nächstenliebe, welches Vertrauen unter den Menschen, welcher Glaube kann sein?) gibt es (dann) überhaupt Nächstenliebe, gegenseitiges Vertrauen und Glauben? Dies alles muss man nämlich der Macht der Götter zuteilen. Wenn aber die Götter weder die Macht noch den Willen haben, das Menschengeschlecht zu lenken und ihm zu helfen, aus welchem Grund müssen/sollen (dann) die Menschen Glauben und Gerechtigkeit schätzen, warum müssen wir Treue/Vertrauen wahren, warum Liebe zu Göttern und Menschen pflegen?

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 21

A 1 Der Tod des Archimedes
Syrakus, eine grosse und reiche/wohlhabende Stadt Siziliens/auf Sizilien, (wurde versehen mit) erlitt im zweiten Punischen Krieg ein trauriges Schicksal: Nachdem die Stadt vom römischen Heer eingenommen worden war, stürmten die Soldaten die Häuser, um zu plündern. Es ist (der Erinnerung) überliefert, dass in diesem Tumult auch Archimedes, ein hochberühmter Mathematiker, der gerade mit Figuren, die er in den Sand zeichnete, beschäftigt war, von irgendeinem (namenlosen) römischen Soldaten getötet worden sei. Nach(denn Archimedes getötet worden wär) Archimedes” Tod - so erzählt Livius - habe Marcellus, der (verantwortliche) römische Feldherr, (um ihn) getrauert und für eine ehrenhafte Grabstätte (für Archimedes) gesorgt.

A 2 Ein römischer Qııaestor als Archäologe
Etwa zwei Jahrhunderte später, als Cicero vom Senat als Quaestor nach Sizilien geschickt wurde, suchte er nach dem Grab des Archimedes, das den Bewohnern von Syrakus unbekannt war, die (ganz und gar bestritten, dass es dieses gebe) sagten, so eines gebe es überhaupt nicht. Später erzählt er: „Ich hatte im Gedächtnis einige griechische Verse, die besagten, zuoberst auf seinem Grabmal (sei hingestellt) befinde sich eine Kugel mit einem Zylinder. Doch (auch) nach Befragung vieler Leute war niemand imstande, mir ein solches Grab zu zeigen. Daher begab ich mich (än den Ort der Gräber) zu den Grabstätten, die, (von ällen Seiten) überall mit Dornengestrüpp überwachsen, vor den Stadttoren lagen. Da bemerkte ich, nachdem ich viele Gräber untersucht hatte, eine solche Grab säule, die (nicht viel) ein wenig aus dem Gestrüpp herausschaute. Nachdem ich die Stadtherren von Syrakus herbeigerufen hatte, befahl ich (däss diese Stelle geräumt werden solle), sie sollten diese Stelle freiräumen lassen. Als so ein Zugang geöffnet worden war, gingen wir zu der Grabstätte, auf welcher eine Inschrift (erschien) zu sehen war. Nachdem man die Verse gelesen hatte, (lernten) erfuhren die Bewohner von Syrakus, das dieses das Grab des Archimedes, ihres hochberühmten (Mit-)Bürgers, war - (von einem römischen Quästor belehrt) und zwar erfuhren
sie dies notø šene dank einem römischen Steuerbeamten.

C Die Leistung der Griechen aus der Sicht eines Römers
Du wirst (einer Art von Menschen) einem Volk voranstehen, bei dem die Bildung / Kultur selber nicht nur (ist) daheim ist, sondern von dem aus sie auch zu den andern Ö/ölkern) gelangt (ist). Daher müssen wir diese (die Kultur/Bildung) ganz besonders denjenigen zuteil werden lassen, von denen wir sie erhalten haben.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 20

A 1 Aus dem Leben des Kaisers Augustus
Gaius Julius Caesar hatte den jungen Mann Oktavian in seinem Testament als Sohn und Erben adoptiert. Dieser stellte nach dem Mord an Caesar mit privaten Mitteln ein Heer auf, um die Verantwortlichen des Mordes zu strafen.
Nachdem Oktavian aus lang(dauernd)en Bürgerkriegen als Sieger nach Rom zurückgekehrt war, war der Wunsch nach Frieden bei allen so gross, dass der Senat und das Volk ihm (die Diktatur) die Alleinherrschaft antrugen. Oktavian aber nahm die ihm
angebotene Diktatur nicht an. Vielmehr gab er den Staat in die (Macht) Hände des
Senates und des römischen Volkes zurück. Für dieses Verdienst wurde er vom Senat Augustus (= der Erhabene) benannt. Ausserdem wurde per Gesetz festgelegt, dass er sakrosankt (= unverletzlich, hochheilig) sein und dass ihm für die ganze Lebenszeit die Macht eines Volkstribuns überlassen werden solle. Seit dieser Zeit war die Macht/das Ansehen des Princeps (= des Kaisers) so gross, dass sie alle überragte. Jedoch verbat er in einem Edikt (= Erlass) die Anrede als Dominus (= Oberherr, Gebieter: Ehrentitel bei Kaisern), um nicht Neid und Hass bei Bürgern und Senatoren zu (bewegen) wecken.
Bei seinen Vorhaben hatte er (so) derart Erfolg, dass die Bürger ihn den Urheber von Frieden und bestem Staatswesen nannten. Oft kam es vor, dass der Janusbogen von ihm geschlossen wurde, weil zu Land und zu Wasser Friede herrschte.
Doch (ennpfing) erlitt er eine (einzige) grosse Niederlage: Der Feldherr Quintilius Varus wurde mit drei Legionen in Germanien geschlagen. Nachdem dies (nach) in Rom gemeldet worden war, (wurde bewegt) zeigte sich Augustus so sehr von Schmerz und Trauer bewegt, dass er immer wieder mit lauter Stimme ausrief: „Quintilius Varus, gib (uns) die Legionen zurückl“ Er befahl, dass über die ganze Stadt Soldaten aufgestellt würden, da er fürchtete, es (ereigneten sich) könnten in Rom Unruhen entstehen. Er ordnete an, dass dieser Tag als (unheilvoller) Tag der Trauer (gehalten/verstanden werde) gelten solle. Vor seinem Tod fragte Augustus seine Freunde: „(Scheine ich euch) Habt ihr den Eindruck, dass ich das Theaterstück meines Lebens (angemessen) zur Zufriedenheit gespielt habe?“

A 2 Zitate und Sprichwörter
Es soll auch die andere Partei angehört werden. - Ich gebe, damit (auch) du gibst. - Niemand soll/darf vor seinem Tod glücklich genannt werden. - Die Konsuln mögen (zu)sehen, dass der Staat (nichts an Schaden) keinen Schaden nimmt. Es werde Licht. Und es ward Licht. - Dein Reich komme. - Lasst uns beten. - Der Name Gottes werde gelobt in Ewigkeit.
Lass uns also fröhlich sein, solange wir jung sind.

...Hoch lebe die Akademie, hoch leben die Professoren; mögen sie immer in Blüte stehen. Möge die Traurigkeit untergehen.

C „In terra Pax horninibus“
Es geschah aber in jenen Tagen, dass von Kaiser Augustus ein Befehl erging, dass (gezählt
werde) sich der ganze Erdkreis einschätzen lassen sollte.
Ehre sei Gott (in den Höhen) im Himmel, und Friede auf Erden unter den Menschen (des
guten Willens (Wohlgefallens), die guten Willens sind / an denen Gott ein Wohlgefallen hat.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 19

L 19
A 1 Aeneas verlässt Dido

Als die Trojaner von der Königin mit so grosser Menschlichkeit begrüsst worden waren betraten sie gerne die Stadt und (das Haus) den Palast der Königin, wo Dido für Aeneas und seine Gefährten ein grosses Mahl bereitete. (Aeneas, von der Königin aufgefordert) Da die Königin ihn aufgefordert hatte, erzählte Aeneas (den traurigen Untergang Trojas, die langen Irrfahrten und die riesigen Gefahren) vom traurigen Untergang Trojas, von den langen Irrfahrten und den riesigen Gefahren. Dido aber, in Liebe zu dem hervorragenden Helden entflammt, hoffte und wünschte, Aeneas möge ihr Ehemann werden/sein. Auch Aeneas erwägte, da er vom Wohlwollen der schönen Königin bewegt war, mit den Trojanern in Karthago zu bleiben. Doch Merkur, der Götterbote, der von Jupiter geschickt worden war, schalt Aeneas (so) wie folgt: „(Sind etwa aus deinem Gedachtnis entflohen?) Hast du etwa (Pflicht und Aufgabe) das Pflichtgefühl gegenüber der Macht der unsterblichen Götter gänzlich vergessen? Oder weisst du nicht, dass Iupiter deinem Volksstamm die Herrschaft über Italien, ja sogar die Herrschaft über den ganzen Erdkreis verheissen hat? Bewegt dich denn (der Ruhin solcher Dinge) die Tragweite eines solchen Versprechens nicht? Jupiter befiehlt dir, sofort loszusegeln.“
Von Kummer und Traurigkeit (tief) bewegt, gehorchte Aeneas und verliess Afrika. Die unglückliche Dido aber, (sah sich) jeglicher Hoffnung beraubt und nahm sich das Leben.

A 2 Abstieg in die Unterwelt
Endlich gelangte Aeneas an die Küste Italiens und besuchte die Sibylla, eine weitherum berühmte Wahrsagerin. Als sie von Aeneas über die Zukunft befragt worden war, hiess sie ihn in die Unterwelt hinabsteigen: „Dort wird der Totenschatten d(ein)es Vaters Anchises dir (die zukünftigen Dinge) die Zukunft voraussagen.“ Ausgerüstet mit einem goldenen Zweig eines heiligen Baumes, nahm Aeneas den Weg in das schreckliche (Haus) Gewölbe der Unterwelt. Dort wurde er von der Sibylla durch traurige und (von Schrecken volle Orte, Gebiet) grauenvolle Gefilde geführt und fand schliesslich den Schatten seines Vaters. Nachdem dieser seinem Sohn vieles über kommende Schlachten und Gefahren erzählt hatte, zeigte er (ihm) den Schatten des Romulus, des künftigen Gründers der Stadt Rom. Endlich zeigte er ihm den Schatten des Caesar Augustus und sagte: „Diesen (heldenhaften) Mann, aus deiner Sippe geboren, hat Jupiter dem römischen Volk (versprochen) verheissen. Dereinst wird er im (von ihin befriedeten) Erdkreis, dem er Frieden gebracht hat, ein goldenes Zeitalter begründen.“

C Rom über alles
Du, Römer, bedenke (dass du berufen bist), mit Macht die Völker zu lenken,
- (dies werden deine Künste sein) denn dies ist deine Stärke - und dem Frieden eine Ordnung
zu geben: /
die Unterworfenen zu schonen und die Widerspenstigen zu unterwerfen.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 18

A 1 Aeneas verlässt das zerstörte Troja
Wie Vergil, ein berühmter Dichter, erzählt, war Aeneas der Sohn des Anchises, eines sterblichen Mannes, und der Venus, einer unsterblichen Göttin. Er verteidigte Troja zehn Jahre lang mit andern tapferen Männern gegen den heftigen
Angriff der Griechen. Als aber die unglückliche Stadt nach dem Beschluss der unsterblichen Götter erobert und zerstört worden war, floh Aeneas auf Geheiss seiner Mutter Venus aus dem unsäglichen Blutbad und verliess zusammen mit
seinem Vater Anchises, mit seinem Sohn Iulus und mit wenigen tapferen Gefährten die Heimatstadt.
Mit schnellen Schiffen fuhren die Trojaner nach Thrakien. Doch von einem schrecklichen Omen wurden sie von diesem Ort verjagt; so strebten sie andern Ländern und (andern) Inseln zu. Endlich befahl Apollo in seinem Orakel, dass sie
„ihre alte Mutter“ suchen sollten. Lange berieten sie über diese Worte; schliesslich sagte Aeneas: „Ich glaube, die alte Mutter bedeutet Italien, denn aus diesem Land - so geht die Sage - ist einst Dardanos, der Urvater der Trojaner, nach Kleinasien
gekommen. Also: (strebt Italien zu) fahrt Richtung Italienl“

A 2 Ein Stıırnıverschlägt ihn nach Afrika
Die Trojaner gehorchten den Worten des Aeneas und fuhren glücklich los. Schon lagen Sizilien und Italien vor ihren Augen, schon glaubten sie, ihre Irrfahrten seien zu Ende, als plötzlich ein riesiger und schrecklicher Sturm die kleine Flotte
(bedrängte) ins Unglück stürzte. Unter grossem Schaden/Verlust an Schiffen gelangten die unseligen Trojaner an die Küste Afrikas. Doch von den Bewohnern und von Dido, ihrer Königin, wurden sie wohlwollend empfangen. Die Königin sprach: „Auch wir wurden aus unserer in Kleinasien gelegenen Heimat vertrieben. Hier (werden) wollen wir eine neue Stadt und eine neue Heimat gründen. Ihr seht, wie wir schon beschäftigt sind mit Arbeiten und Bauen. Carthago wird der Name unserer Stadt sein. Ich heisse euch wilkommen.“

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 17

A 1 Seeräuber bringen die Grossmacht Romin Bedrängnis
Im ersten Jahrhundert nach Christus machten Piraten das Mittelmeer mit ihren Schiffen für alle Menschen unsicher. Denn römische Heere hatten (durch Kriegen und Plündern) mit Kämpfen und Plünderungen viele Volksstämme in äusserste Not und Armut getrieben. So wurden viele verzweifelte Menschen (zum Rauben angetrieben) aus Not kriminell. Zuerst überfielen die Piraten die Schiffe der Kaufleute und (fassten) kidnappten Kaufleute und andere, die wegen Geschäften zur See fuhren. Dann wagten sie es sogar, Inseln, Küsten und Häfen Italiens (Angriffe zu machen) anzugreifen. Es gab keinen Schutz (bei) für die römische Flotte. Bald wurde niemandem (mehr) die Segelerlaubnis gegeben; (bald) später wurden Küsten und Hafenstädte aus Angst vor den Piraten verlassen; (bald) irgendwann fehlte das Getreide für die Stadt Rom. Auch römische Beamte wurden von Piraten gekidnappt, wenn sie (wegen ihrem Amt) aus beruflichen Gründen in die Provinzen segelten.


A 2 Pompeius erhält den Oberbefehl
Aus dieser Not(situation) wurde der römische Senat und das Volk zum Handeln oangetrieben: Der Oberbefehl über den Krieg gegen die Piraten wurde nach dem Gesetz dem Gnaeus Pompeius, einem Mann von grosser Tapferkeit, übergeben. Dieser (schob keine Zeit des Handelns dazwischen, sondern) verlor keine Zeit und handelte sofort: er regte die Bürger, indem er sie (oft) immer wieder (dazu) aufforderte, an, zur See zu fahren. Nachdem viele Schiffe gebaut worden waren, befreite Pompeius zuerst Hispania, Sicilia und Africa von den Piraten, dann vertrieb er die Piraten, indem er mit (grosser) hoher Geschwindigkeit segelte und tapfer kämpfte, bis an die Küsten Kleinasiens. (Viele Piraten, als sie sahen...) Als Piraten sahen, dass ihnen keine Chance zu entkommen gegeben war, ergaben sich viele (von ihnen) dem Pompeius. Diesem (erbrachte den Dank des römischen Volkes) dankte Cicero im Namen des römischen Volkes in einer Rede: „Ich lobe (den Eifer des Pompeius im Handeln, die Klugheit im Voraussehen, die Schnelligkeit im Erledigen) in Pompeius sein sofortiges Zugpacken, seine kluge Einschätzung der Lage und die rasche Erledigung der ganzen Sache. So hat uns ein einziges Gesetz, ein einziger Mann, (ein einziges Jahr) innerhalb eines einzigen Jahres aus so grosser Not befreit.“

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 16

A I Ein Staatsstreich droht
Im 1. Jh. v. Chr. verschwor sich der Senator Catilina mit (wenigen) ein paar Gleichgesinnten gegen die Republik. Diese Verschwörung wurde jedoch durch den Konsul M. Tullius Cicero aufgedeckt. Nachdem dieser den Senat in den Jupitertempel (zusammen) einberufen hatte, klagte er den Catilina mit etwa (diesen) folgenden Worten an: "Wie lange noch, Catilina, wirst du unser Staatswesen (quälen) bedrohen? Wie lange auch wird deine Raserei uns (noch) in Angst versetzen? (Zu welchem Zweck werden deine üblen Pläne getrieben werden?) Wohin werden deine üblen Machenschaften noch führen? Wann endlich wird euer (Hinterhalt beendet werden) Versteckspiel und (wann) eure Verschwörung enden? Sicher, ihr Herren Senatoren, (werden) können meine Worte Catilina und seine Verbündeten nicht abschrecken, doch (werde) will ich euch die ganze Gefahr (eröffnen) klarmachen, (werde) will euch die Namen der Verschwörer nennen und (euch) die Feinde des Staatswesens zeigen. Offen liegen (ihre) Pläne da, offen ihre Verbrechen. Verteidigt endlich die Freiheit, verteidigt endlich euer Leben! Denn (unsere Sache wird behandelt) es geht um unsere Interessen, ihr Herren Senatoren! Hofft ihr etwa, die Götter werden die Feinde des römischen Volkes strafen? Oder glaubt ihr, die Götter werden den Staat bewahren, wenn nicht wir (die Guten) anständigen Bürger aufmerksam (sein werden) sind, wenn nicht wir den Staat gegen (böswillige Männer) Anarchisten/Revolutionäre verteidigen (werden)? Ich lasse mich nicht einschüchtern und werde mich nicht einschüchtern lassen von deinen Hinterlistigkeiten, Catilina; doch ich befehle dir, aus Rom weg ins Exil zu gehen. Befreie uns von so grosser Todesangst! Dann erst werden wir (wieder) aufatmen können. Ich als Konsul verspreche allen (Guten) anständigen Bürgern, dass ich mein Vaterland nicht im Stich lassen und das Heer der Republik gegen diese Truppen führen werde, die du bereits in die Militärlager verteilt/geschickt hast zu unserem Verderben.“

A 2 Kann die Gefahr noch abgewehrt Werden?
Als Cicero diese Rede gehalten hatte, hofften die Römer, Catilina und seine Genossen überwinden und den Staat aus der Gefahr retten zu können: „Nun wissen wir, dass die Konsuln den Staat mit Hilfe der Götter sicher aus der Gefahr heraus retten werden.“ Und Catilina verliess Rom und eilte zu seinen Truppen. Diese wurden in den Bergen Etruriens vom Heer des römischen Volkes in einer grossen Schlacht vernichtet. Catilina wurde mit vielen Gefolgsleuten umgebracht.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 15

A 1 Ein sozialer Konflikt
Im 2. Jh. v. Chr. waren die Römer die Herren über fast den ganzen Erdkreis. Obwohl zu der Zeit die Heere des römischen Volkes in Kleinasien, Griechenland und Spanien einfielen und die römischen Beamten diesen Völkern Gesetze gaben, lebten dennoch zuhause (in Italien) viele Bauern in Armut und Elend. (Viele Gründe dieser Sache wurden herbeigebracht.) Für dieSe Entwicklung wurden verschiedene Gründe genannt. Einer von ihnen war, dass die Bauern mit ihren Söhnen viele Jahre fern von Italien Kriege führen mussten. Während sie abwesend waren, konnten ihre Felder von den Frauen und den wenigen Sklaven nur (schlecht) dürftig bestellt werden. Ein anderer Grund war, dass die Senatoren, nachdem sie in den Kriegen, die in Kleinasien geführt wurden, grossen Reichtum zusammengetragen und viele Sklaven in ihre Häuser und auf ihre Landgüter geführt hatten, die(jenigen) Felder, die von den verarmten Bauern verlassen wurden, zusammenkauften und sie in Grossgüter verwandelten. Diese Felder wurden nicht mehr von freien Bürgern, sondern von Sklaven bebaut. Aus diesen Gründen (wurden viele freie Bauern in äusserste Armut und Not getrieben) gerieten viele Bauern in äusserste Not. (Viele) In grosser Zahl begaben sie sich nach Rom, wo sie ein trauriges (Schicksal trugen) Dasein fristeten.

A 2 Doch Reformen werden vom Senat blutig unterdrückt
Da bemühte sich Tiberius Gracchus, ein aus vornehmem Geschlecht stammender junger Mann, den armen Bauern Hilfe zu bringen. (Beim Volk machte er Worte von der Art.) Er sprach in folgender Art zum Volk: "Die Tiere, die im Wald leben, haben ihre eigenen Wohnstätten. Ihr aber, die ihr in vielen Schlachten für das Vaterland gekämpft habt, die ihr Herren des/über den Erdkreis genannt werdet, habt keine Häuser, sondern ihr lebt mit euren Familien in Armut und irrt, nachdem ihr aus euren Häusern vertrieben worden seid, arm/besitzlos durch die(jenigen) Ländereien, die einst euch gehört haben. Könnt ihr das denn ertragen, ihr freien Bürger? Warum verzweifelt ihr und sagt: 'Wir können nichts tun. Niemand bringt uns Hilfe.'? Hört mich an: Ich kann euch Hilfe bringen. Wählt mich zum Volkstribunenl" Und tatsächlich: sie wählten Tiberius zum Volkstribunen. Er brachte ein Acker(neuverteilungs)gesetz vor. Durch dieses Gesetz wurden die Senatoren gezwungen, einen Teil ihrer Felder dem römischen Volk zurückzugeben. (Auf alle Arten) Mit allen Mitteln widersetzten sich die Senatoren jedoch diesem Gesetz, nachdem es in Kraft gesetzt worden war. Schliesslich taten die Senatoren dem Tiberius sogar Gewalt an. Mitten auf dem Forum brachten sie ihn mit (seinen) Freunden/Anhängern um.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 07

Oedipus omnia de se cognoscit
Quattuor fuerung liberi Oedipodis et Iocastae. Tum accidit, ut Thebae magna pestilentia perterrerentur. Quaesitumque est ex oraculo, quare cives tales poenas darent. Responsum est quendam eorum Laium regem interfecisse; iussque sunt eum quaerere. Dum haec Thebis geruntur,Polybus decessit. Tum uxor Polybi Oedipodem certiorem fecit eum expositum esse. Praeterea servus quidam Lai ex pedum forma sciebat, quis Oedipus esset. Ita Oedipodi persuasum erat: Verum est me filium Lai esse! Patrem interfeci et matrem in matrimonium duxi. Oedipus, cum se tot facinora commisisse intellegeret, se luminibus privavit et Antigona filia duce ex urbe excessit.

Ödipus und Jokaste hatten vier Kinder. Dann ereignete sich, dass Theben von einer großen Seuche geschockt wurde. Und das Orakel ist gefragt worden, warum die Bürger so bestraft werden. Es ist geantwortet worden dass ein gewisser von ihnen König Laius getötet habe; und es ist befohlen worden ihn zu suchen. Während das in Theben vor sich ging, starb Polybus. Dann machte die Frau von Polybus Ödipus aufmerksam dass er ausgesetzt worden ist. Außerdem wusste ein Sklave von Laius von der Form der Füße wer Ödipus war. Daher war Ödipus überzeugt: Es ist wahr dass ich der Sohn des Laius bin! Ich tötete meinen Vater und heiratete meine Mutter. Ödipus stach sich die Augen aus und ging unter der Fürhung seiner Tochter Antigone aus der Stadt, nachdem er begriff dass er so viele Untaten begangen hat.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 06

Oedipus Sphingem vincit

Laio interfecto frater Iocastae regnum occupavit. Interea Sphinx agros Thebanorum adiit et homines perterruit. Quae dixit se inde discessuram esse, si quis carmen quoddam solvisset; se autem eum interfecturam esse, qui datum carmen non solvisset. Rex re audita iuravit se regnum et Iocastam uxorem ei daturum esse, qui urbem a monstro liberavisset. Omnes autem, qui regni cupiditate adducti venerunt, a Shinge interfecti sund neque ea destitit Thebanos perterrere. Tum Oedipus, Lai filius, ad Thebanos se contulit et carmen Sphingis solvit. Quae se praecipitavit. Oedipus vero regnum et Iocastam uxorem accepit.


Ödipus besiegt die Shin

Nachdem Laius getötet worden war ergriff der Bruder der Jokaste die Herrschaft. Inzwischen begab sich die Shinx zu den Feldern der Thebaner und erschreckte die Menschen. Welche sagte dass sie von dort verschwinden würde, wenn jemand ein gewisses Rätsel löst; sie werde aber jenen töten der das gegebene Rätsel nicht gelöst hat. Nachdem der König von dieser Sache gehört hatte schwörte er einen Eid dass er die Herrschaft und Jokaste dem zur Frau geben werde, der die Stadt von dem Monster befreit. Aber alle, die veranlasst von der Begierde nach Herrschaft gekommen sind, wurden von der Sphinx getötet und diese hörte nicht auf die Thebaner zu erschrecken. dann begab sich Ödipus, Sohn des Laius, zu den Thebanern und löste das Rätsel der Sphinx. Welche sich in eine Schlucht stürzte. Ödipus nahm jedoch die Herrschaft und Jokaste zur Frau.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 05

Oedipus oraculum audit

Oedipus Corinthi omnes artes disciplinasque docebatur fortissimusque erat. Itaque alii adulescentes amplissima familia nati odio adducti sunt, ut ei nuntiarent eum in montivus expositum esse. Tanta invidia victus Oedipus e patria exiit Delphos petiturus. Tum ab oraculo ei responseum est: "Patrem tuum occides matremque in matrimonium duces!" Deinde domum redire noluit.
Interea Laius, qui e prodigiis sciebat mortem adpropinquare, Delphos iter fecit. Cum comites eius Oedipodem regi viam dare iuberent, ille non solum verba eorum neglexit, sed etiam interfecit.


Ödipus hört das Orakel

Ödipus wurde in Korinth in allen Künsten und Lehren unterrichtet und er war der Stärkste. Daher waren die andern jungen Männer aus angesehenen Familien stammen von Hasss veranlasst, sodass sie ihm erzählten dass er in den Bergen ausgesetzt worden ist. Von so großer Anfeindung besiegt ging Ödipus aus seiner Heimat weg um Delphi aufzusuchen. Dann wurde ihm vom Orakel geantwortet: "Du wirst deinen Vater töten und deine Muter heiraten!" Dann wollte er nicht nach Hause zurückkehren. Inzwischen reiste Laius, der von den Vorzeichen sich seinen Tod nähern wusste, nach Delphi. Nachdem die Begleiter des Königs Ödipus befahlen den Weg frei zu machen, ignorierte jener nicht nur ihre Worte sondern er tötete auch Laius.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 04

Laius filium exponi iubet

Laio ab oraculo responsum erat: "Manu filii interficieris!". Ob eam causam, cum filius natus esset, magno timore adductus servum filium in montivus exponere iussit. Quem autem pastores cum in silva invenissent, ad Polybum regem tulerunt. Polybus eiusque uxor, quoniam iss liberi non erant, eum tamquam filium suum educaverunt. Cum autem pedes transfixos haberet, Oedipodem eum appelaverunt.


Laius befiehlt seinen Sohn auszusetzen

Laius war vom Orakel geantwortet worden: "Du wirst durch die Hand deines Sohnes getötet werden!" Aus diesm Grund befahl er , nachdem sein Sohn geboren war, von großer Furcht veranlasst einem Sklaven den Sohn in den Bergen auszusetzen. Nachdem die Hirten diesen aber im Wald gefunden hatten, trugen sie ihn zu König Polybus. Polybus und dessen Frau erzogen ihn wie ihren eigenen Sohn, weil sie keine Kinder hatten. Weil er aber durchbohrte Füße hatte nannten sie ihn Oedipus.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 03

Laius filium exponi iubet

Laio ab oraculo responsum erat: "Manu filii interficieris!". Ob eam causam, cum filius natus esset, magno timore adductus servum filium in montivus exponere iussit. Quem autem pastores cum in silva invenissent, ad Polybum regem tulerunt. Polybus eiusque uxor, quoniam iss liberi non erant, eum tamquam filium suum educaverunt. Cum autem pedes transfixos haberet, Oedipodem eum appelaverunt.


Laius befiehlt seinen Sohn auszusetzen

Laius war vom Orakel geantwortet worden: "Du wirst durch die Hand deines Sohnes getötet werden!" Aus diesm Grund befahl er , nachdem sein Sohn geboren war, von großer Furcht veranlasst einem Sklaven den Sohn in den Bergen auszusetzen. Nachdem die Hirten diesen aber im Wald gefunden hatten, trugen sie ihn zu König Polybus. Polybus und dessen Frau erzogen ihn wie ihren eigenen Sohn, weil sie keine Kinder hatten. Weil er aber durchbohrte Füße hatte nannten sie ihn Oedipus.

Ludus brevis II - Übersetzung Lektion 02

Phaethon a patre munus petit

Deinde Phaethon munus petivit, ut omnes viderent Phaethontem esse filium Solis.Sol filio imperavit, ut accederet, dixitque: "Dabo tibi omnia! Quid vis?" Phaethon autem petivit, ut sibi liceret alipedes equos patris unum diem moderari. Primum pater perterritus: "Noli id a me petere! Magnum enim est periculum." Phaethon autem patri persuasit, ut sibi equos daret. "Noli", ille dixit, "equos incitare! Medio itinere tutissimus ibis." Tum quattuor equi patris Phaethontem per aethera tulerunt. Sed Phaethon levis erat. Quod ubi equi senserunt, tam celeriter solitum iter reliquerunt,ut Phaethon nullo modo eos tenere posset. Ita accidit, ut terra compluribus locis incenderetur. Itaque Iuppiter Phaethontem fulmine coniecto interfecit, ne maiorem iniuriam terra acciperet.


Phaethon erbittet von seinem Vater ein Geschenk

Dann erbat Phaethon ein Geschenk, damit alle sehen das Phaethon der Sohn des Solis ist. Sol befahl seinen Sohn, dass er herankommt und sagte: "Ich werde dir alles geben! Was willst du?" Phaethon aber bat ihm die Pferde des Vaters mit Flügeln an den Füßen einen Tag zu lenken. Der Vater war am Anfang geschockt: "Erbitte das nicht von mir! Die Gefahr ist nämlich groß." Phaethon aber überredete den Vater, damit er ihm die Pferde gibt. Jener sagte: "Treibe die Pferde nicht an! In der Mitte des WEges wirst du am sichersten gehen. Dann trugen die vier Pferde des Vaters Phaethon durch die Luft. Aber Phaethon war zu leicht. Sobald die Pferde das spürten verließen sie den gewohnten Weg so schnell, sodasss Phaethon sie auf keine Weise zurückhalten konnte. So geschah, dass die Erde an mehreren Stellen angezündet wurde. Daher tötete Juppiter Phaethon durch einen geschleuderten Blitz, damit die Erde nicht größeres unrecht erleiden muss.